Mele Kalikimaka

Vor jedem Post gab es einen Weihnachtsgruß in einer anderen Sprache. Wer hat alle Sprachen erkannt? Die allerletzten Lösungen des allerletzten Life Minutes Weihnachtsrätsels :)

Mele Kalikimaka am vierundzwanzigsten Dezember – das war Hawaïanisch

メリークリスマス am dreiundzwanzigsten Dezember – das war Japanisch

Boldog Karácsonyt am zweiundzwanzigsten Dezember – das war Ungarisch

Wesołych Świąt am einundzwanzigsten Dezember – das war Polnisch

Buon Natale am zwanzigsten Dezember – das war Italienisch

Zalig Kerstfeest am neunzehnten Dezember – das war Niederländisch

Gleðileg Jól am achtzehnten Dezember – das war Isländisch

शुभ बड़ा दिन am siebzehnten Dezember – das war Hindi

Hyvää Joulua am sechzehnten Dezember – das war Finnisch

عيد ميلاد مجيد am fünfzehnten Dezember – das war Arabisch

С Рождеством am vierzehnten Dezember – das war Russisch

Glædelig Jul am dreizehnten Dezember – das war Dänisch

Feliz Natal am zwölften Dezember – das war Brasilianisches Portugiesisch

Gajan Kristnaskon am elften Dezember – das war Esperanto

메리 크리스마스! am zehnten Dezember – das war Koreanisch

E guëti Wiënachtä am neunten Dezember – das war Schweizerdeutsch

חג מולד שמח achten Dezember – das war Hebräisch

Rõomsaid Jõulupühi am siebten Dezember – das war Estnisch

Joyeux Noël am sechsten Dezember – das war Französisch

Noeliniz kutlu olsun am fünften Dezember – das war Türkisch

En frehlicher Grischtdaag am vierten Dezember – das war Pennsylvania Dutch

Merry Christmas am dritten Dezember – das war Englisch

 Jabbama be salla Kirismati am zweiten Dezember – das war Fulani

Frohe Weihnachten am ersten Dezember – das war Deutsch

Weihnachtsgrüße in den Sprachen der Welt wünschen Emma, Patrice, Hans, Gertrude, Lisa, Vincent, Peter, Sevtap, Jenna und Josh.

عيد ميلاد مجيد

Ich finde es schwierig zu einem festgelegten Zeitpunkt (Weihnachten) Geschenke zu machen, die alle Beschenkten (Familie, Freunde) mit Freude erfüllen sollen. Deswegen schenke ich jedes Jahr und allen immer dasselbe. Trotzdem oder gerade deswegen sie alle immer glücklich und zufrieden damit. Was mein Geheimnis ist? Ich verschenke selbstgemachte Kerzen.

Nicht nur, dass es mir selbst viel Freude bereitet, Kerzen zu ziehen, die Symbolik eines solchen Geschenks ist vielfältig. Entweder sage ich der Person mit einem Augenzwinkern, dass ihm oder ihr bald ein Licht aufgehen möge, oder oder Kerze wünscht dem/der Beschenkten eine leuchtende und warme Zukunft.

Ach, ich manchmal bin ich echt sentimental … Aber schließlich sehen Kerzen nicht nur gut aus und machen ein schönes Licht, sie riechen auch gut. Das Beste aber ist: Kerzen sind schnell selbst gemacht und können von daher last minute vor dem Heiligen Abend noch hergestellt werden.

Es ist das Licht, das uns sehen lässt

Kerzenziehen

___Man braucht
Gießwachs, 500 g oder 1.000 g Beutel, einfach und farblos, als Granulat im Bastelbedarf oder Baumarkt erhältlich. 1 ml Kerzenvolumen entspricht etwa 1g Kerzengießwachs.
Färbewachs, um das geschmolzene Wachs einzufärben. Im Bastelbedarf oder Baumarkt erhältlich.
Gießformen wie alte Teelichtbehälter aus Glas oder Aluminium, Marmeladengläser, Puddinggläser oder andere Gläser. Minikerzen werden mit Plätzchenausstechförmchen oder halben Walnußschalen gegossen.
Dochte – die Dochtstärke ist abhängig vom späteren Kerzendurchmesser (Bitte die Angabe zur Dochtstärke auf der Packung beachten). Im Bastelbedarf oder Baumarkt erhältlich.
Knete, Zahnstocher aus Holz

___Herstellung
1 Wachs schmelzen
Wachsgranulat in einem größeren Einmachglas im Wasserbad langsam unter ständigem Rühren erhitzen. Färbewachs nach Herstellerangabe hinzugeben. Das Wachs soll nicht kochen. Mit dem Rührlöffel wird das Wachs umgefüllt, wenn es flüssig genug ist.
2 Docht vorbereiten
Die Dochte auf die richtige Länge bringen. Dochte kurz in das flüssige Wachs tauchen. Wenn das Wachs kurz abgekühlt ist, gerade ziehen. Zur Seite legen.
3 Kerzen in Ausstechförmchen
Knete dünn ausrollen. Die Ausstechförmchen darauf setzen und leicht
andrücken. Wachs zugießen bis der Rand fast erreicht ist. Den Docht, der doppelt so hoch wie die Form sein sollte, in das noch flüssige Wachs stellen und fixieren. Wenn das Wachs fest geworden ist, Förmchen vorsichtig abheben.
4 Kerzen in Gläsern
Das Ende eines Dochts wird mit dem noch nicht festen Wachs an einen Holzzahnstocher geklebt und so weit um diesen gewickelt, dass der Docht gerade bis auf den Boden der Glasform reicht. Der Docht sollte mindestens ein Fingerglied lang über den Glasrand hinausgehen. Wachs zu etwa 3/4 in die Gläser geben. Für verschiedenfarbige Kerzen kann das Wachs z.B. in Schichten eingefüllt werden (z.B. erst rotes, dann gelbes, dann blaues Wachs. Dabei wird die nächste Schicht erst eingegossen, wenn die vorherige Schicht leicht erstarrt ist.

Glædelig Jul

Es gibt Tage, da machen die Nachrichten mich fröhlich. Heute ist so ein Tag. Es ist nur eine kleine Meldung, aber die hat mein Herz angerührt und es gab einen kurzen Moment, in dem das Glücklichsein meinen Körper geschüttelt hat. In Dänemark wurde ein verloren geglaubtes Märchen von Hans Christian Andersen entdeckt. Das Talglicht soll sogar sein erstes Werk sein und handelt von einem Licht, das nicht weiß, wozu es eigentlich zunutze ist, bis es auf eine Streichholzschachtel trifft, die es zum Brennen bringt.

Mein Vater hat mir zu Weihnachten ein Märchenbuch von Andersen geschenkt, als ich 10 Jahre alt war. Das Buch war noch von seiner Großmutter. In dem Buch gibt es viele schöne Bilder, an denen ich mich gar nicht satt sehen konnte. Das Buch habe ich immer noch, und ich lese die Erzählungen heute noch sehr gern. Auch wenn viele der Märchen ziemlich traurig sind. Andersen hat es sehr gut verstanden, menschliche Charakterzüge, Gefühle und Unzulänglichkeiten in bunte Analogien zu verwandeln. So wie die Geschichte von dem Tannenbaum:

In einem Wald steht ein kleiner Tannenbaum. der nichts anderes will als wachsen und größer als die anderen Tannen um ihn herum sein. Als der Baum sieht, dass die größeren aber auch die kleineren Bäume um ihn herum gefällt werden, schaudert ihn es zwar, aber ihn packt auch die Sehnsucht nach der Ferne. Die Schwalben und die Meisen erzählen ihm, wohin die Reise der gefällten Tannen geht. Da wünscht er sich, ein Mastbaum auf einem Schiff zu sein und über die Meere zu fahren. Dann möchte er doch lieber wie die kleineren Bäume als herrlich geschmückter Weihnachtsbaum in einer Wohnstube stehen.

Sein Wunsch wird schließlich erfüllt: Er wird als erster Baum im Winter gefällt und findet sich bald als reich behängter Weihnachtsbaum in einem prachtvollen Salon wieder. Er kann es kaum erwarten, dass der Abend kommt. Als es soweit ist, erstrahlt er glanzvoll im Lichte der Kerzen. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer: Er versengt sich die Nadeln am Feuer der Kerzen und die Kinder plündern das Naschwerk aus den Zweigen.

Immerhin darf er einer Geschichte lauschen, die den Kindern erzählt wird. Er ist tief bewegt und freut sich nun doch auf den nächsten Tag. Als der Baum am nächsten Morgen erwacht, erwartet er, dass er wieder geschmückt wird, dass die Kerzen strahlen und die Kinder singen. Stattdessen tragen die Diener ihn auf den Dachboden und stellen ihn in die dunkelste Ecke. Dort steht der Baum und wartet tage- und wochenlang, dass etwas passiert. Er erzählt den Mäusen von seiner Geschichte, am Ende aber ist er ganz einsam. Eines Tages kommen die Diener wieder und schleppen den Baum in den Hof. Noch einmal hat der Tannenbaum die Hoffnung, ins Leben zurückzukehren, als ihm die Kinder den goldenen Stern von der Spitze stehlen und die Diener ihn in Stücke hacken.

Die Knaben spielten im Garten, und der kleinste hatte den Goldstern auf der Brust, den der Baum an seinem glücklichsten Abend getragen hatte. Nun war der vorbei und mit dem Baum war es vorbei und mit der Geschichte auch; vorbei, vorbei. Und so geht es mit allen Geschichten!*

* Die ganze Geschichte gibt es bei Projekt Gutenberg zu lesen.

Kein Kissen, aber ein Tannenbaum, nicht grün, dafür aus Filz

Gajan Kristnaskon

Bei der schier unglaublichen Fülle an süßen Leckereien zur Weihnachtszeit zeichnet sich das Dessert eher durch angenehme Zurückhaltung aus. Um das Menü in diesem Jahr rund zu machen, habe ich eine Variante der Kalten Ente gewählt. Nach einem üppigen Mahl wirkt dieser fruchtig-erfrischende Nachtisch anregend. Das Sorbet räumt den Magen auf und passt hervorragend zu einem Vouvray von der Loire or Champagner.

Passt gut zur kalten Ente: Butterplätzchen und Weihnachtsmandeln

Kalte Ente mit Limetten-Sorbet
___Für 6 Personen
10 Limetten
3 Tassen Zucker
1,5 Tassen Wasser
10 Blatter Basikum + weitere Bätter zur Dekoration
2 Eiweiß
___Zubereitung
Eiweiß steif schlagen, bis es schnittfest ist. Zucker mit dem Wasser verrühren. Die sehr fein geriebene Schale von etwa 6 Limetten in das Zuckerwasser geben. Von zwei weiteren Limetten die Haut in feinen Streifen abziehen und zur Seite stellen.

Alle Limetten auspressen, zunächst 3/4 des Limettensaftes hinzugeben und probieren. Je nach Geschmack mehr Saft zugeben. Basilikum sehr fein hacken und mit dem Limetten-Zuckerwasser verrühren. Etwa 5 Minuten ziehen lassen, dann das Wasser durch ein Sieb in eine Schale gießen.

Dann den Einschnee schnell unterheben und die Masse sofort in den Gefrierschrank geben und ca. 25 Minuten kalt stellen.

Das Sorbet mit einem Schneebesen aufschlagen und für weitere 25 Minuten in den Gefrierschrank geben. Wenn die Masse nicht mehr flüssig, aber auch nicht sehr fest ist, aus dem Gefrierschrank nehmen und mit einem Esslöffel das Sorbet in Nocken in bauchige Rotweingläser geben (pro Glas 2 Nocken). Die Limettenzesten über das Sorbet streuen und die Gläser ca. zu 1/2 mit gut gekühltem Vouvray oder Champagner auffüllen. Mit Basilikumblättern dekorieren.

E guëti Wiënachtä

Es ist ein echter Ohrwurm, dieses Lied. Hier wird der innige Wunsch nach Leise Rieselt Der Schnee besungen. In den Zeilen Heute Kommt Der Weihnachtsmann zwar nicht vor, dafür aber wird der reich geschmückte Oh Tannenbaum gelobt und den Kling Glöckchen, Klingelingeling gelauscht, die an den Schlitten gebunden sind.

Ich träume von weißen Weihnachten,
die so sind wie diejenigen, die ich kannte.
Wo die Baumspitzen funkeln und die Kinder lauschen,
um die Schlittenglöckchen im Schnee zu hören.

Ich träume von weißen Weihnachten
mit jeder Karte, die ich schreibe.
Deine Tage seien vergnügt und heiter,
und deine Weihnachten sollen immer weiß sein.

Na klingelt es? Um welches bekannte Weihnachtslied handelt es sich und wer hat es gesungen?

Ob diese Kapelle wohl weiß, um welches bekannte Weihnachtslied es sich handelt?

Rõomsaid Jõulupühi

Wie sieht eigentlich ein Engel aus? Hochgewachsen, wie ein Krieger mit flammendem Schwert in der Hand? Oder wie die barocken Putten, die an ein zu dickes, blondgelocktes Kind mit Miniflügeln erinnern? Und warum sind Engel besonders in der Weihnachtszeit so beliebt? Sie hängen als Christbaumschmuck in Tannenzweigen oder halten mit aufgeblähten Backen rote oder weiße Kerzen in den Händen.

Dabei begleiten Engel uns das ganze Jahr über:

Wenn uns bei einem Unfall nichts passiert ist, war unser Schutzengel zur Stelle.

Die Band Real Life hat sich in den 80er Jahren mit Send Me An Angel einen Himmelsboten herbei gesungen.

Wenn wir mit Engelszungen auf jemanden einreden, dann wollen wir denjenigen von etwas überzeugen.

Manchmal fallen Engelstränen vom Himmel, wenn es in Strömen regnet.

Los Angeles ist die Stadt der Engel.

Wenn eine Frau ihre Ehre verliert, dann wird sie als gefallener Engel bezeichnet. Marlene Dietrich spielte die Hauptrolle in dem Film Der blaue Engel, in dem ein älterer Lehrer an seiner Liebe zu einer Varieté-Tänzerin zu Grunde geht. Die Romanvorlage von Heinrich Mann hatte einen deutlich weniger schönen, wenn auch vielleicht passenderen Titel zum Thema: Professor Unrat.

Apropos Film: In Der Himmel über Berlin lässt Wim Wenders Bruno Ganz als Engel Damiel auf der Schulter der Goldlese Platz nehmen. Im neuen Ken Loach Film geht es um Angel’s Share – dem Schluck der Engel, was eine liebevolle Bezeichnung für besonders guten Whisky ist.

Engelmacher hingegen ist ein zynischer Begriff für Ärzte, die Abtreibungen vornehmen.

Nicht zuletzt sind die Engel mitten unter uns: Die Anges in Frankreich, die Angels in Spanien, die Angelos in Italien und alle Angelas und Angelikas in Deutschland.

Es braucht also nicht Weihnachten oder Barock, um die Engel Engel sein zu lassen.

Joyeux Noël

Heute ist Nikolaus, der Tag an dem kleine und große Kinder in Deutschland ihre (geputzten) Stiefel vor die Tür stellen, die der Nikolaus nachts mit allerlei Süßigkeiten füllt. Manchmal kommt er auch in Persona in Kindergärten oder Schulen vorbei. Auf jeden Fall trifft man ihn im Dezember sehr oft in Deutschland an, meistens auf Weihnachtsmärkten oder in Einkaufszentren. In Frankreich läuft er auch gerne durch die Gegend, aber bei uns ist der Nikolaus gleichzeitig der Pere Noël, so genau lässt sich da kein Unterschied feststellen.

Aber heute ist der Gedenktag an Nikolaus von Myra, der an einem 6. Dezember im 4. Jahrhundert verstorben sein soll. Um den heiligen Mann ranken sich viele Legenden, die schönste aber wie ich finde, ist folgende:

Ein armer Mann hatte nicht die nötige Mitgift, um seine drei Töchter standesgemäß zu verheiraten. Also sah er keinen anderen Ausweg, als die Mädchen zu Prostituierten zu machen. Nikolaus, der über ein größeres Vermögen verfügte, hörte von dem Umglück des Vaters und seiner drei Töchter und schlich sich heimlich zu dem Haus der Familie. Er warf einen Goldklumpen durch das Fenster in das Zimmer der Jungfrauen und wiederholte diese Tat in den zwei folgenden Nächten. In der dritten Nacht wurde Nikolaus von dem Vater überrascht, der ihn mit Dank überschüttete, da die Mitgift für seine Töchter nun gesichert war.

Übrigens soll Nikolaus bereits als Säugling schon sehr fromm gewesen sein. So liess er sich an den Fastentagen der Woche, am Mittwoch und am Freitag, nur einmal am Tag von seiner Mutter stillen. Und als er das erste Mal gebadet werden sollte, stand er aufrecht ohne fremde Hilfe in der Wanne. So ist das mit den Heiligen – ihr Leben ist ein Mythos vom Anfang bis zum Ende. Schade, dass ich den Mythos erst in Deutschland kennengelernt habe. Katho hin, katho her – in Frankreich war der 6. Dezember immer ein ganz normaler Tag für mich.

Merry Christmas

Im Vergleich zu meiner Heimat herrscht hier im Winter ein echter Mangel an Puderzuckerschnee (I really love this expression ;). Deswegen habe ich mich auch unglaublich gefreut, als Emma mir eine Packung Magic Snow Powder zum ersten Advent geschenkt hat. Schnee, Snow, Neige – alles dasselbe?
Ein verbreiteter Irrtum ist, dass die Inuit unglaublich viele Wörter für Schnee haben, denn es sind die zusammengesetzten Wörter für Schnee, die die Variation in der Sprache der Eskimos ausmachen. Was mich nicht davon abhält, hier meine Sammlung der Lieblingsworte für die weißen Flocken zu eröffnen. Das erste Wort ist bereits gesetzt: Schneeflocke.

Wer weiß weitere weiße Wörter?

I’m dreaming of a White Christmas